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ARTIKEL: VIRAL MARKETING

Massenhafte Verbreitung durch Schneeball-Effekt

Der Begriff "viral Marketing" wurde 1997 von dem Venture Capitalist Steve Jurvetson geprägt. Im Grunde versteht man darunter die Entwicklung einer Marketing-Kampagne, die darauf abzielt, dass die Verwender selber für das Produkt oder die Dienstleistung Werbung machen, entweder aktiv (z.B. durch eine "tell-a-friend" Funktion), oder durch die Verwendung des Produktes selbst - wie bei Hotmail.

Auf den ersten Blick ist viral Marketing also eigentlich nichts anderes als herkömmliche Mundpropaganda; Doch der Unterschied liegt in der unglaublichen Multiplikator-Wirkung, den das Medium Internet mit sich bringt: Denn über e-Mail, Newsgroups oder IM (Instant Messaging) kann ein begeisterter Fan nicht nur seinem Nachbarn und ein paar Freunden die Neuigkeiten erzählen, sondern gleich Dutzende oder gar Tausende Menschen erreichen. Die erzählen es wiederum weiter - und der Schneeball ist in Gang gesetzt.

Der Multiplikator-Effekt in nackten Zahlen: Laut einer Studie von Burson Marsteller und Roper Starch Worldwide beeinflusst die Offline-Empfehlung einer einflussreichen Person das Kaufverhalten von durchschnittlich 2 Anderen; Online werden jedoch vier Mal so viele Menschen beeinflusst.

Denn das Internet kann dafür sorgen, dass sich Nachrichten wie ein Lauffeuer in Blitzesschnelle verbreiten. Ein kleines Beispiel: Bei der letzten Volkszählung haben mehr als 70.000 Australier als Religion "Jedi-Ritter" genannt. Dass so viele als Glaubensbekenntnis eine Figur aus den "Krieg der Sterne"-Filmen angaben, teilte das australische Amt für Statistik mit, sei vermutlich "durch zirkulierende E-Mails" ausgelöst worden.

Erfolgreiche Kampagnen mit geringen Streuverlusten

An diesem Beispiel sieht man noch einen weiteren großen Vorteil: Die Streuverluste sind gleich Null, weil sich viral Marketing-Kampagnen nur innerhalb einer bestimmten Gruppe verbreiten - Denn so ein "Ideenvirus", wie ihn Seth Godin in seinem Bestseller "Unleashing the Ideavirus" nennt, wird meistens nur an jene Leute weitergegeben, die dafür auch empfänglich sind (oder würden Sie einem Freund eine Nachricht weiterschicken, von der Sie sicher wüssten, dass sie ihn nicht interessiert?


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