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5) Gibt es für Ihre Zielgruppe einen wirklich guten Grund, um Ihren Internet- Auftritt zu besuchen (first visits)?

Sprechen Sie ein tatsächliches Bedürfnis an?

TV-Werbung unterbricht Spielfilme, Radio-Spots das Musikprogramm, Print-Anzeigen "unterbrechen" Zeitschriften. Offensichtlich muss Konsumenten die Werbung aufgezwungen werden, damit sie wahrgenommen wird (für diese Art von Werbung hat sich in der Branche auch der Begriff "Unterbrecher-Werbung" etabliert).

Doch im Internet können Sie keinen Konsumenten zwingen, auf Ihre Website zu gehen. Sie müssen ihm etwas bieten, damit er aktiv die Adresse Ihrer Website eingibt oder auf Ihr e-Mail reagiert. Es geht um Erlaubnis, nicht Unterbrechung; Es geht um " Permission Marketing" (ein Begriff, den Seth Godin mit seinem gleichnamigen Buch prägte).

Kurz gesagt: Es geht um Ihre Zielgruppe, nicht um Sie. Es geht um das tatsächliche Bedürfnis, sei es Unterhaltung, Information, Meinungsaustausch, Selbstverwirklichung oder eine Dienstleistung; Wenn Sie keinen Mehrwert bieten bzw. kein Bedürfnis befriedigen, werden Ihre Kunden nicht kommen.

Tipp: Interaktive Applikationen können mehrfach verwendet werden und bleiben damit interessant. So wurde z.B. mit der Rezept-Datenbank und dem Speisenplaner für thea.at ein echter Dauerbrenner entwickelt: Die Site selbst verändert sich wenig, aber die Applikation ist durch ihre individuelle Anpassungsfähigkeit bei den Usern sehr beliebt und bleibt auch nach vielen Besuchen noch interessant.

Bild 8: Zentis

Ein Negativ-Beispiel ist (wieder) die Site von Zentis. Die Inhalte spiegeln zum Großteil die Interessen des Produzenten - und nicht des Konsumenten - wider ("Die Produktion ist heute in drei Sparten gegliedert"). Es gibt so gut wie keine Funktionalitäten oder Services, von den Produkten gibt es zwar eine Abbildung aber kaum Produktinformationen wie Anwendung, Tipps oder Nährwerte. Zentis ist zwar eine optisch ansprechende Site, doch im Grunde nur eine Broschüre im Netz; Das ist zu wenig.

 

Bild 9: Hans Anders

Der niederländische Optiker Hans Anders wiederum bietet seinen Kunden die Möglichkeit, ein Foto ihres Gesichtes einzusenden; Das Bild wird digital eingelesen und der Kunde kann dann auf der Website die verschiedensten Brillen-Modelle auf seinem Gesicht virtuell ausprobieren. So bietet Hans Anders einen guten Grund um die Site zu besuchen - und eventuell eine ansprechende Brille auch gleich zu kaufen.

Warum sollten Ihre Kunden Ihre Website besuchen?


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